Taxifahrer-Prosa

Aus der Einlassung eines Unfallgegners:

Auf Grund der spontanen beschlossenen Routenänderung habe ich wohl mal eben verdrängt, dass mir ein paar Sekunden Beobachtungsprotokoll des rückwärtigen Verkehrs fehlten, so dass ich die optische Prüfung über die Spiegel des Fahrzeugs falsch interpretierte. Der in dieser Zeit hinter mir aufgerückte Mini der Frau G. war in meinen Seitenspiegeln nicht zu sehen und wie ich später bemerkte, war der Innenspiegel im Abblendmodus. [...] Jedenfalls habe ich demonstriert, dass man auch nach 38 Jahren Fahrpraxis noch Möglichkeiten finden kann, sein Wahrnehmungssystem zu überlisten. Da der Mini mit seinen Scheinwerfern bereits unter der hohen rückseitigen Fensterkante der B-Klasse eingetaucht war, habe ich wohl das Abblendspiegelbild des Innenspiegels als leere breite Straße in der aufkommenden Morgendämmerung wahrgenommen. Vermutlich habe ich diese Fehlinterpretation zugelassen, weil jedes Fahrzeug, welches ein wenig mittezentrierter positioniert oder ein wenig weiter hinten stehend oder auch nur ein wenig länger oder breiter als ein Mini wäre, in einem der beiden Seitenspiegel sichtbar gewesen wäre. Wieder einmal hat sich das Gesetz bestätigt, auf das unwahrscheinlichste passiert irgendwann. Klar war das mein Fehler.”

Ein literarisch begabter Taxifahrer. Was er damit ausdrücken will, lässt sich aber auch kürzer sagen: “Ich habe beim spontanen Zurücksetzen den Mini hinter mir nicht gesehen. Da hat es geknallt. Ich bin schuld.”

Familienfreundlich

Am 22. April hatte das Arbeitsgericht Paderborn eine Güterverhandlung auf 9:15 Uhr terminiert. Nun wohne ich leider nicht in Paderborn, sondern ziemlich genau 221 Kilometer davon entfernt.

Ich hätte also, um den Termin wahrzunehmen, spätestens um 7 Uhr in der Früh losfahren müssen, sicherheitshalber sogar noch früher.

Das hätte aber zu organisatorischen Problemen geführt, denn der Kindergarten, den mein Sohn besucht, öffnet erst um 7:30 Uhr seine Pforten.

Dies habe ich dem Gericht mitgeteilt und um eine Neuterminierung zu späterer Stunde gebeten. Und der Richter hatte Verständnis: Soeben erreicht mich die Umladung. Neuer Termin am gleichen Tage, 11:45 Uhr.

Jetzt kann ich ganz entspannt anreisen.

Waldorf Frommer mahnt ab: “Britney Spears – Britney Jean (Deluxe Version)”

Die Dame selbst ist zwar derzeit für 100 Shows in Las Vegas beschäftigt, aber ihre Plattenfirma kümmert sich derweil um das Wesentliche: Im Auftrag der Sony Music Entertainment Germany GmbH mahnt die Münchner Kanzlei Waldorf Frommer derzeit die unerlaubte Verbreitung des Werkes “Britney Jean” der amerikanischen Sängerin Britney Spears ab.

Das vorgenannte Werk erfreut sich derzeit offensichtlch großer Beliebheit in Tauschbörsen und findet über Filesharing-Programme weite, unerlaubte Verbreitung.

Waldorf Frommer verlangt von den Abgemahnten die übliche Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und die Zahlung von Schadensersatz sowie die Erstattung von Anwaltskosten.

Den Abgemahnten wird der Vorschlag unterbreitet, die Angelegenheit gegen Zahlung von 815 EUR und Unterzeichnung der beigefügten Unterlassungserklärung zu erledigen.

Abgemahnte sollten sich auf die geforderte Zahlung keinesfalls einlassen, sondern umgehend anwaltlichen Rat einholen. Die Forderung der Abmahner kann in vielen Fällen als unbegründet zurückgewiesen werden und ist auch der Höhe nach angreifbar.

Empfänger einer solchen Abmahnung sollten diese aber auf keinen Fall ignorieren – die Erfahrung zeigt, dass die abmahnenden Anwälte die vermeintlichen Ansprüche ihrer Mandantin gerichtlich geltend machen, wenn sich der Abgemahnte dagegen nicht innerhalb der üblicherweise knapp bemessenen Fristen wehrt.

Auch für diese Abmahnschreiben gelten also die drei goldenen Regeln:

  • Nehmen Sie keinen Kontakt mit der abmahnenden Kanzlei auf.
  • Unterschreiben Sie nichts.
  • Lassen Sie sich anwaltlich beraten, welche Verteidigung gegen die Abmahnung in Ihrem Fall möglich und sinnvoll ist und was konkret Sie machen können, um den Schaden nun zu minimieren.

Abgemahnte können sich, auch am Wochenende, gerne unter der kostenfreien Hotline 0800 365 7324 an mich wenden, um eine erste kostenfreie Einschätzung zu erhalten und das mögliche weitere Vorgehen zu besprechen. Abmahnungen können mir per E-Mail auch an abmahnhilfe@rechtsanwalt-schwartmann.de geschickt werden.

Die außergerichtliche Verteidigung gegen Filesharing-Abmahnungen biete ich zum günstigen und fairen Pauschalpreis an. Kosten entstehen erst mit meiner Beauftragung.

Waldorf Frommer mahnt ab: “Gravity”

Die Münchner Kanzlei Waldorf Frommer bleibt sich treu und mahnt weiterhin die unerlaubte Verbreitung schlechter Filme ab. Neu im Programm ist nun der Film “Gravity” mit Sandra Bullock und George Clooney als unfreiwillige Weltraumtouristen. Ich habe den Film gesehen – das Risiko wegen Filesharings belangt zu werden nicht, lohnt er nicht.

Der Film erfreut sich aber trotzdem großer Beliebtheit in Tauschbörsen. Die Warner Bros. Entertainment ist darüber als Inhaber der Verwertungsrechte nicht erfreut und hat die Münchner Anwälte mit der Verfolgung der Urheberrechtsverletzer beauftragt.

Waldorf Frommer verlangt von den Abgemahnten die übliche Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und die Zahlung von Schadensersatz sowie die Erstattung von Anwaltskosten.

Den Abgemahnten wird der Vorschlag unterbreitet, die Angelegenheit gegen Zahlung von 815 EUR und Unterzeichnung der beigefügten Unterlassungserklärung zu erledigen.

Abgemahnte sollten sich auf die geforderte Zahlung keinesfalls einlassen, sondern umgehend anwaltlichen Rat einholen. Die Forderung der Abmahner kann in vielen Fällen als unbegründet zurückgewiesen werden und ist auch der Höhe nach angreifbar.

Empfänger einer solchen Abmahnung sollten diese auf keinen Fall ignorieren – die Erfahrung zeigt, dass die abmahnenden Anwälte die vermeintlichen Ansprüche ihrer Mandantin gerichtlich geltend machen, wenn sich der Abgemahnte dagegen nicht innerhalb der üblicherweise knapp bemessenen Fristen wehrt.

Auch für diese Abmahnschreiben gelten also die drei goldenen Regeln:

  • Nehmen Sie keinen Kontakt mit der abmahnenden Kanzlei auf.
  • Unterschreiben Sie nichts.
  • Lassen Sie sich anwaltlich beraten, welche Verteidigung gegen die Abmahnung in Ihrem Fall möglich und sinnvoll ist und was konkret Sie machen können, um den Schaden nun zu minimieren.

Abgemahnte können sich, auch am Wochenende, gerne unter der kostenfreien Hotline 0800 365 7324 an mich wenden, um eine erste kostenfreie Einschätzung zu erhalten und das mögliche weitere Vorgehen zu besprechen. Abmahnungen können mir per E-Mail auch an abmahnhilfe@rechtsanwalt-schwartmann.de geschickt werden.

Die außergerichtliche Verteidigung gegen Filesharing-Abmahnungen biete ich zum günstigen und fairen Pauschalpreis an. Kosten entstehen erst mit meiner Beauftragung.

"Top-Zustand" keine Zusicherung

Mein Mandant hat über eBay einen Bogen verkauft. Dieser gefiel dem Käufer allerdings nicht und er behauptete Mängel. Der Bogen sei fehlerhaft verarbeitet und befände sich entgegen der Artikelbeschreibung nicht in einem "Top Zustand". Der Käufer erklärte den Rücktritt vom Kaufvertrag und verlangte sein Geld zurück, immerhin 630 EUR.

Wir ließen es auf eine gerichtliche Klärung ankommen. In dem zwei Jahre (!) andauernden Rechtsstreit vor dem AG Detmold wurde ein sachverständiger Gutachter beauftragt. Dieser bestätigte die Mangelfreiheit des Bogens, stellte aber ergänzend auch fest, dass von einem "Top Zustand" nicht die Rede sein könne.

Das Amtsgericht wies die Klage dennoch zurück. Zum einen sei die Kaufsache nicht mangelhaft, somit bestünde kein Gewährleistungsanspruch. Daran ändere sich auch nichts durch den fehlenden "Top Zustand". Denn:

Screenshot 2014-03-20 11.31.14

Somit wurden die vom Kläger geltend gemachten Gewährleistungsansprüche vom Gericht zurückgewiesen und die Klage blieb ohne Erfolg.

Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

AG Detmold v. 12.03.2014 – 6 C 144/12

Abgemahnt? Ruhe bewahren und beraten lassen!

Seitenwechsel? Nein, danke …

Ein einschlägig bekanntes Inkassounternehmen, das bei Filesharing-Abmahnern hoch geschätzt ist und auch schon einmal vermeintliche Forderungen aufkauft, um sie im eigenen Namen weiter mehr oder weniger ernsthaft geltend zu machen, sucht einen Terminvertreter für eine Urheberrechtsklage beim AG Köln – und fragt dazu ausgerechnet bei mir an.

Ich habe der anrufenden Dame dann erst einmal erklärt, dass ich ihre Firma in einer identischen Angelegenheit auf der Gegenseite habe und das also sicher keine ernst gemeinte Anfrage sein könne.

Irgendwie passt das aber zu dem Laden.

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