Abgase

Nun also doch: Die Koalitionsparteien sind unter dem Druck von Big Tobacco eingeknickt und haben nach einem Bericht der Tagesschau Abstand von dem geplanten und längst überfälligen, umfassenden Rauchverbot genommen.

Somit bleiben Nichtraucher also auch in Zukunft dem asozialen Verbreiten stinkender Abgase durch rücksichtslose Nikotinjunkies ausgesetzt. Während andere europäische Länder und Nordamerika mit gutem Beispiel vorangegangen sind, und diese Droge dort längst der gebotenen gesellschaftlichen Ächtung anheim gefallen ist, waren die Parlamentarier und Regierung hierzulande offenbar den teuren Argumenten der Zigarettendealer am Ende doch aufgeschlossen.

Fazit: Gegen Dummheit ist eben leider noch kein Kraut gewachsen.

10 Responses to Abgase

  1. „dem asozialen Verbreiten stinkender Abgase durch dumme Nikotinjunkies ausgesetzt“

    A Gott, ach Gott, hätten wir’s auch ein bissche kleiner? Abgesehen davon, dass sich das sprachlich wesentlich subtiler ausdrücken lässt – Es bleibt den gesundheitsbewussten Lungenschonern doch völlig unbenommen, die härteste Waffe einzusetzen, die der Kapitalismus zu bieten hat: Boykott der Lasterhöhlen, in denen derartige fiese Angriffe auf unschuldige Mitmenschen stattfinden, auf dass diese der Insolvenz anheimfallen.

  2. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

    Rauchen ist asozial, da Raucher, ohne Rücksicht auf Nichtraucher zu nehmen, der Restgesellschaft die Luft verpesten und die Gesundheit der Normalen schädigen.

    Zigarettenqualm stinkt – Rauchermundgeruch auch.

    Rauchen ist dumm. Die beiden letzten Kettenraucher, die mir vor ein paar Wochen vor Gericht (auf der Gegenseite) begegneten, stanken 10 Meter gegen den Wind und waren dumm wie Bolle.

    Wieso sollte ich diese Wahrheiten subtil verkleiden? Subtilität wirkt bei solchen Rauchern leider nicht.

  3. poesia sagt:

    Leider sind die Nichtraucher wieder einmal die Leidtragenden! Und werden wie gewöhnlich wieder einmal von Rauchern verhöhnt😦

    Es geht hier nicht um „fiese Angriffe“ der Raucher auf „unschuldige Menschen“ sondern um Rücksichts- und Gedankenlosigkeit – ein Phäomen der Sucht!

    Eine weitere Anmerkung: Unangenehm ist zudem auch der Gestank abgestandenen Zigarettenrauches an Kleidern und Haaren. Igitt!!!

  4. Poesia sagt:

    Der Zigarettenduft aus dem Mund eines Rauchers riecht zumindest aus Sicht der Nichtraucher nicht sonderlich angenehm🙂 Als Nichtraucherin bin ich jedenfalls davon nicht angetan🙂

  5. Earlgrey sagt:

    Solche hetzerischen Forumlierungen sind der Grund, warum es so verdammt schwer ist, sich auf einen Kompromiss zu einigen und die Diskussionen auf einem vernünftigen Niveau zu führen. Ich als Nichtraucher würde mich sehr über mehr Schutz vor dem Qualm freuen aber ich versuche, die Raucher erstmal nicht zu verurteilen sondern zu verstehen und dann auf dieser Basis meine Argumente darzulegen. Ich kenne auch viele Raucher, die das verstehen und selbst für mehr Schutz wären. Von daher gibt es weder „die“ rücksichtslosen Raucher aber auch nicht „die“ militanten Nichtraucher in der jeweiligen Verallgemeinerung.

  6. Wieso „Kompromiß“? Ich nehme für mich in Anspruch, nicht mehr von stinkenden und giftigen Zigarettenabgasen belästigt zu werden. Wenn sich Süchtige zuhause selbst umbringen möchten, haben sie dazu meinen Segen – aber bitte nicht dort, wo sie auch andere schädigen und ihnen Lebensfreude nehmen. Es nervt ungemein, wenn Raucher wie selbstverständlich das Recht in Anspruch nehmen, überall wo sie gehen und stehen die Luft verpesten zu dürfen. Woher nehmen sie dieses Recht? Dieses Land hat für alles und jedes Regeln und Normen – bis hin zum Dosenpfand. Aber die größte Volkskrankheit überhaupt, die Nikotinsucht, wird nicht bekämpft sondern mit „Kompromissen“ verharmlost.

    Ich bin grundsätzlich tolerant – jede Jeck ess anders – aber bei Rauchern hört meine Toleranz auf. Keine Toleranz für Dummheit.

  7. Mail sagt:

    Viel zu oft nehmen Raucher für sich in Anspruch, den Konsum von Nikotin als Normalfall darzustellen, dem sich die Nichtraucher unterzuordnen haben.
    Nach Jahrzehnten der Zwangsberauchung durch Tabacksüchtige kann ich verstehen, dass Nichtrauchern der Kragen platzt.
    Wenn man liest, wie Rauchverbotsgegner argumentieren, ist das schon alleine ein Grund für ein Rauchverbot.

  8. Poesia sagt:

    Die Volksgesundheit zu schützen erachte ich keinesfalls als Torhaft Herr oder Frau Ordnungsruf!!!

    Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Rauch gesundheitsgefährdend ist und dies nicht nur für Raucher. Die Passivraucher sind davon ebenfalls betroffen.

    Aber die Raucherfront wird auch da wieder ein interessantes und abstraktes Argument erfinden. Sucht macht eben erfinderisch…

  9. Earlgrey sagt:

    Wieso Kompromiss? Ich habe das nur in dem Sinne gemeint:
    Ein totales Rauchverbot (wie bei anderen Drogen auch) ginge zumindest in der heutigen Zeit noch zu weit und hätte wohl – ähnlich der einstigen Prohibition in den USA – keine Chance. Deswegen Kompromiss: Kein generelles Rauchverbot aber ein Rauchverbot in allen Gebäuden, egal ob mit oder ohne Essen – Punkt. Rauchen bleibt aber an sich legal, aber halt nur noch in den eigenen vier Wänden und meinetwegen auch im Freien, so lange es sich um keine öffentliche Veranstaltung handelt. Das würde ich als vernünftigen Kompromiss bezeichnen.

  10. So ein Unsinn: Wieso läßt sich das Luftverpesten da nicht unterbinden? Wer raucht, fliegt raus. Ganz einfach. Ich bin es einfach leid, in „Bars etc. pp“ vergiftet zu werden. Ich gehe doch auch nicht in eine Kneipe, nachdem ich einen Teller Bohnen gegessen habe, und stinke alles voll … Oder der Imbiss um die Ecke, wo ich ab und an mittags was essen gehe. Kaum sitze ich da, kommt irgendein Nikotinjunkie, setzt sich an den Nebentisch und zündet sich seinen Stinkstengel an. Das ist unverschämt, rücksichtslos und widerlich.

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