Olympia-Boykott? Ja!

Spiegel Online:

Chinas Führung demonstriert Stärke: Sicherheitskräfte haben die Proteste in Tibet blutig niedergeschlagen, das Militär legt die Hauptstadt Lhasa lahm. Der weltweite Druck auf Peking wächst, von einem Olympia-Boykott will das Internationale Olympische Komitee jedoch nichts wissen.

Die olympischen Spiele hätten erst gar nicht in dieses Land, in dem die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, vergeben werden dürfen. Es mag sein, daß dem Sport die Aufgabe zukommt, Brücken zu bauen. Das sagte IOC-Mitglied Thomas Bach vor ein paar Minuten im aktuellen Sportstudio des ZDF. Doch bei den olympischen Spielen geht es nur am Rande noch um Sport. Die gesamte Veranstaltung ist eine durch und durch kommerzialisierte Show-Veranstaltung, hinter der knallharte Geschäftsinteressen stehen. Und China ist der Markt der Zukunft, den es zu erschließen gilt. Deshalb wurden China die Spiele geschenkt. Da zählen keine toten Tibeter oder verfolgten Oppositionelle.

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Deshalb ist auch die Aussage Bachs in der FAZ „Mit der Vergabe der Spiele ist ja gerade die Hoffnung verbunden, dass eine Gesellschaft sich öffnet“ heuchlerisch. Diktaturen öffnen sich nämlich nicht, wenn man sie unverdient belohnt. Sie freuen sich nur über die Möglichkeit des Imagegewinns, während intern die Zügel angezogen werden, damit nur ja kein Querkopf die aalglatte Selbstdarstellung des totalitären Regimes stört.

Wahrscheinlich wird es keinen offiziellen Olympia-Boykott geben. Darauf zu hoffen wäre naiv. Aber als Fernsehzuschauer kann ich entscheiden, diese Veranstaltung persönlich zu boykottieren. Und das werde ich.

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5 Responses to Olympia-Boykott? Ja!

  1. Dr.TS sagt:

    Vielleicht mag Herr Bach nicht heuchlerisch, sondern nur dumm sein.

    Es mag dahinstehen und ist mir auch egal.

    Ja, TV-Boyott August 08, selbstredend.

    Mal lugen, wo die TV-freie Urlaubsreise hingeht… .

  2. Dr.TS sagt:

    Aber etwas Positives gibt es zum Thema Sport schlussendlich aus weniger weltumfassenden Sich zu kommentieren:

    CD`s Geheimtraining mit Werders Küstendödels zeigte prompt Erfolge:

    Nur 0:1 auf eigenem Platz gegen den übermächtigen, internationalen RenommierClub Wolfsburg.

    HaHaHa HaHaHa – dööfer ist selbst der FC Thun nicht – u. die sind echt schlimm u. kurz vor der Auflösung!

  3. Marc sagt:

    gute, idee,

    hier noch etwas „schwarzer humor“

    gruss

  4. Pingback: 24stunden.de » No Blood for Games

  5. Pingback: OohreBlog » Blog Archive » Olympia - Fluch oder Segen?

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