GMX führt Kleinkrieg (Update)

Der Internet- und Mail-Provider GMX führt, so scheint es, derzeit wohl einen Kleinkrieg gegen die Konkurrenz von Strato auf dem Rücken seiner Kunden (und meiner Mandanten):

Meine Webseite und die dazugehörenden E-Mail-Adressen lasse ich bei Strato hosten. E-Mails an Mandanten mit einer GMX-Adresse werden nun von GMX zumeist erst nach 24 Stunden zugestellt.

Zunächst bekomme ich regelmäßig folgende lapidare Mitteilung:

Achtung: Die Mail konnte seit 1 Stunde nicht versendet werden.
Es wird weiter versucht die Mail auszuliefern bis Donnerstag, 9. April 2009 10:28:00 +0200 (MEST).

Der folgende Empfänger ist betroffen:

arnonym@gmx.de
Fehler : 421 4.3.2 System not accepting network messages
Erklärung: host mx0.gmx.de [213.165.64.100] said: {mx082} Too many bad recipients.
Are you an address harvester? Try again in 20 hour(s) 51
minute(s) and see( http://portal.gmx.net/serverrules )
Letzter Weiterleitungsversuch war: Mittwoch, 8. April 2009 10:27:09 +0200 (MEST)

Da ich kein „address harvester“ bin – was immer das auch sein mag – habe ich mich mit Professor Google auf die Fehlersuche begeben und wurde fündig: Blogger „artforotherpeople“ hat schon am 25. März darauf hingewiesen, dass GMX offenbar Mails von Strato-Accounts zunächst blockiert, da diese von Spammern genutzt würden.

GMX gehört wie 1&1 zur Muttergesellschaft United Internet, der großen Konkurrenz von Strato auf dem Providermarkt. Offenbar scheint die Luft in diesem Markt schon sehr dünn zu sein. Das könnte eine Erklärung für die verzögerte Zustellung von Strato-E-Mails durch GMX sein. Zu leiden haben darunter allein die eigenen Kunden, denn GMX-Adressaten bekommen wichtige E-Mails nun sehr oft nicht mehr rechtzeitig. Wenn dann keine andere Kontaktmöglichkeit besteht, kann leicht ein finanzieller Schaden entstehen, der bei pünktlicher Mail-Zustellung durch GMX vermieden worden wäre.

Ich habe nun meinen eigenen (privat genutzten) GMX-Account gekündigt. Auf unseriöses Geschäftsgebahren lege ich nämlich keinen Wert.

Und meinen Mandanten werde ich einen Providerwechsel ans Herz legen.

Update:

In einem Telefonat mit Strato erhielt ich folgende Auskunft: GMX habe ein neues Sicherheitssystem implementiert, das aber noch nicht „fehlerfrei“ laufe. Die Strato-Server seien dort auf einer Liste gelandet, wo sie nicht hingehörten. Es handele sich aber nicht um „grey-listing“. Strato stehe mit GMX in Verhandlungen, um die Problematik zu lösen. Diese seien aber bisher ohne Ergebnis geblieben.

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29 Responses to GMX führt Kleinkrieg (Update)

  1. mcneubert sagt:

    Danke für die Info – hatte auch gerade so eine Nachricht von gmx bekommen.

  2. danke für die Aufklärung!

    Wir sind seit 2000 Strato Premium Kunden und ich habe genau dieselbe Nachricht in den letzten Tagen oft lesen müssen.

    Vor allen Dingen habe ich eine Interessentin sogar etwas wirsch abgefertigt, als sie mich nach meiner zu erwartenden Nachricht fragte. Ich habe nicht im Traum daran gedacht, daß Strato hier absichtlich zeitversetzt sendet.
    Auch werden einige Menschen mehrfach Post in ihrem email Fach von mir erhalten haben, denn ich habe die mails oft noch einmal verschickt.

    Ich finde das eine Unverschämtheit und werde mich auch einmal bei Strato melden, wenngleich ich nicht damit rechne hier etwas auszurichten.

    beste Grüße

    Claudia Klatt

  3. schwartmann2 sagt:

    Nicht Strato liefert zeitversetzt aus – GMX stellt zeitversetzt zu!

  4. RA Pauleit sagt:

    Ich hatte diese Mitteilungen von gmx auch im Postfach.

  5. Pascal Rosenberg sagt:

    Nun, das was Sie hier beschreiben, wird von den meisten großen Providern betrieben und nennt sich Greylisting. Und fakt ist, dass Strato eine Menge Spamhoster unter ihren virtuellen Serverkunden hat und Strato das ganze einen Scheiß interessiert.

    Darum steht Strato nicht nur bei GMX auf der Blacklist sondern auch bei AOL/Alice und bei einigen anderen Providern. Aber selbstverständlich sind die anderen Provider schuld, wenn Strato aus Profitgier Spamschleudern hostet. Verständlich…

    Aber wenn Sie dann 500 Spammails am Tag (bewusste Übertreibung) von einem gehackten Stratoserver im Mailpostfach haben, dann ist das Geschrei auch wieder groß.

    Vielleicht sollte man sich erstmal mit der Problematik befassen und schauen, warum das so ist. Wer sich an die allgemeinen Mailversandregeln hält, der hat bei GMX keine Probleme. Würde Strato z.B. seine Mails mit SPF absichern, wäre alles klar, da so die Mailadresse eindeutig verifiziert ist. Macht Strato aber nicht. Einige andere schon. Die kommen auch durch.

    Das, was sie hier sagen ist ungefähr so, wie wenn man argumentiert, dass es Schikane ist, dass all 1 Meter großen Kinder nicht mit dem Karussel fahren dürfen, nur weil mal eins runter gefallen ist. Und den Sinn dieser Regel wird wohl keiner bestreiten.

    GMX macht nichts anderes. Es sperrt Spamserver und unter den großen deutschen Hostern ist Strato die Spamschleuder Nr. 1. Die waren auch schon mal bei AOL komplett geblacklisted. Das gesamte Stratonetz.

    Also wer ist hier denn wohl der böse? Der, der sein Netzwerk schützt vor Spam oder der, der seine Kunden und Server nicht im Griff hat und Spam verschickt?

    • Klinkhammer sagt:

      Die Antwort auf die Frage wer hier der Boese ist, ist doch wohl klar: Es ist das deutsche Saubermachertum, was hier mal wieder gnadenlos zuschlaegt. Dass es SPAM gibt, und dass es SPAM in der Zukunft geben wird muss man einfach mal akzeptieren. Das Leben ist auch nicht frei von Fehlern oder von Parasiten. Die Devise lautet sich selbst zu schuetzen, wobei die Betonung auf „sich selbst“ liegt. Wenn die 1&1-Gurus sich als Internetpolizei aufspielen wollen, nach fein deutscher Manier, dann sollten sie dafuer bestraft werden, denn sie schraenken damit den freien Informationsfluss ein, und schaedigen damit die Grundlage des Internets. Also, weg von 1&1, und her mit dem Fachwissen wie ich mich selbst gegen SPAM schuetze. So muss die Devise lauten.

  6. schwartmann2 sagt:

    Werden GMX-Kunden denn von ihrem Provider darüber aufgeklärt, dass sie mit Strato-Kunden nur eingeschränkt kommunizieren können?

    Ich möchte als GMX-Kunde selbst entscheiden können, von welchem Provider ich Mails erhalte und welchem nicht. Was GMX da betreibt nennt man schlicht und einfach Zensur.

  7. Siegfried Schlosser sagt:

    also ich hab grade eine Email von meinem Account, der bei Strato gehostet ist, an meinen gmx.net-Account geschickt – die war sofort da …abgeschickt 14:35h, empfangen 14:36h …

  8. /me sagt:

    E-Mail ist kein Echtzeitkommunikationsmedium! Im SMTP Standard gibt es keinerlei Zusagen, wie lange eine E-Mail zur Zustellung benötigt bzw. benötigen darf. Das vergessen die meisten (zugegebenermaßen nicht technikaffinen) Benutzer.

    Die Gründe, weshalb eine verspätete Zustellung erfolgt, wurden von Pascal Rosenberg in seinem Kommentar mMn. recht gut dargelegt. Sofern ein Benutzer den Spamschutz für sein GMX-Konto deaktiviert (http://faq.gmx.net/messages/email/optionen/antispam/), sollte auch eine zügige Zustellung wieder möglich sein – zusammen mit all den Spam-Mails, die eben sonst durch diese Funktion blockiert werden.

    „Und meinen Mandanten werde ich einen Providerwechsel ans Herz legen.“

    Ich würde bei solch unprofessionellem Gebaren ebenfalls nicht bei Strato bleiben wollen.

  9. Charlie sagt:

    Ich warte auch noch auf eine Strato-E-Mail, die meinem GMX-Account bisher nicht zugestellt wurde.

    @Pascal Rosenberg: Welchen Sinn hat denn eine Spam-Abwehr, die E-Mails verspätet zustellt? Entweder man identifiziert eine E-Mail als Spam und blockiert sie komplett (oder stellt sie ins Spam-Fach des Benutzers zu) oder aber man leitet sie weiter. Oder nimmt sich GMX jetzt 24 Stunden Zeit um die E-Mails erst mal durch Personal gegenlesen zu lassen, um dann festzustellen, ob der Empfänger sie kriegen darf oder nicht?

  10. Charlie sagt:

    @ /me
    Es wäre ja schön, wenn der Spam-Filter von GMX tatsächlich funktionieren würde.

    Tatsächlich aber kann ich E-Mails bestimmter Absender dutzende Male als Spam einordnen, GMX stellt sie mir trotzdem mit schönster Zuverlässigkeit wieder in den normalen Posteingang zu.

    Und was passiert, wenn ich über einen offenen Mailserver per „telnet 25“ eine E-Mail mit gefälschtem Absender an meine GMX-Adresse schicke? Sie wird sofort (!!!) zugestellt, zwar in den Spam-Ordner, aber ohne jede Verzögerung. Warum also liefert GMX eine als potenzielle Spam erkannte E-Mail in dem Falle sofort aus?

  11. /me sagt:

    @Charlie:
    Zu der Frage, welchen Sinn das verzögerte Annehmen von E-Mails von bestimmten einliefernden Hosts hat, lies bitte http://de.wikipedia.org/wiki/Greylisting

    Zu deiner Aussage bzgl. Maileinlieferung via telnet:
    Die Meldung des GMX MX-Hosts besagt eindeutig, dass von dem einliefernden Host zu viele Versuche unternommen wurden, an nicht-existente Konten E-Mails zuzustellen. Dadurch ist der einliefernde Host (bzw. die Hosts; Strato hat sicherlich auch nicht unendlich viele SMTP-Server herumstehen) auf einer „Watchlist“ gelandet und wird erst einmal ausgebremst. Das ist dann wohl selektives Greylisting.

    Desweiteren ist bei deiner „gefälschten“ E-Mail wohl recht schnell klar gewesen, dass es sich um einen „Spamversuch“ handelt, etwa durch ein Mismatch mit den SPF-Records der von dir als Absender benutzten Domain oder Ähnliches. Wieso sollten dann auf Seite von GMX Ressourcen durch Greylisting gebunden werden und nicht einfach die E-Mail angenommen und als Spam markiert werden? Das ist für den Provider billiger, zumal da wohl noch die Einstellungen deines Spamfilters bei GMX mitgespielt haben. Es gibt durchaus die Möglichkeit, solche E-Mails gleich abweisen zu lassen (natürlich mit der Gefahr von False Positives).

  12. schwartmann2 sagt:

    Weiterer Test:

    *** DIES IST NUR EIN HINWEIS – SIE BRAUCHEN DIE MAIL NICHT NOCH EINMAL ZU SENDEN. ***

    Die originale Mail wurde eingeliefert am Mittwoch, 8. April 2009 14:43:32 +0200 (MEST)
    von Host Office (xdsl-87-78-150-184.netcologne.de [87.78.150.184]).

    Absender: RA Andreas Schwartmann
    Betreff: Test

    Achtung: Die Mail konnte seit 1 Stunde nicht versendet werden.
    Es wird weiter versucht die Mail auszuliefern bis Donnerstag, 9. April 2009 15:43:32 +0200 (MEST).

    Der folgende Empfänger ist betroffen:

    andreas.schwartmann@GMX.de
    Fehler : 421 4.3.2 System not accepting network messages
    Erklärung: host mx0.GMX.de [213.165.64.100] said: {mx013} Too many bad recipients.
    Are you an address harvester? Try again in 16 hour(s) 13
    minute(s) and see( http://portal.gmx.net/serverrules )
    Letzter Weiterleitungsversuch war: Mittwoch, 8. April 2009 15:42:52 +0200 (MEST)

    Mitschnitt der Session:
    … während des Weiterleitungsversuches zu mx0.GMX.de [213.165.64.100]:
    >>> CONNECT mx0.GMX.de [213.165.64.100]
    <<< 421 4.3.2 {mx013} Too many bad recipients. Are you an address
    harvester? Try again in 16 hour(s) 13 minute(s) and see(
    http://portal.gmx.net/serverrules )

  13. Mark sagt:

    Um mal ein bisschen die geballte Unkenntnis zu beseitigen.

    Diese Fehlermeldungen kommen nicht von Gmx sondern von Strato und informieren darüber, dass GMX die Mails bis jetzt nicht angenommen hat. Der Briefträger hat angerufen und gesagt das er den Brief noch nicht einwerfen konnte, es aber weiter versuchen wird.

    Als Adress Harvesting bezeichnet man das automatische sammeln vom eMail-Adressen. Konkret monieren die GMX Server r gegenüber dem Strato-Server das er zu oft versucht hat eMails an Adressen abzuliefern, die es gar nicht gibt. Das ist eine Methode mit der Spammer versuchen an eMail-Adressen zu kommen (wenns angenommen wird, gibt es die Adresse) bzw. sie schicken einfach auf verdacht an irgendwelche automatisch erzeugten Adressen. Der Briefträger hatt der Poststelle heute schon 500 Briefe für Leute gegeben die hier gar nicht arbeiten, deswegen sagt die Poststelle jetzt, er soll morgen wiederkommen.

    Strato ist in der Tat als ziemliche SPAM-Schleuder in verruf geraten. Möglicherweise war hier aber Backscatter (Fehlermeldungen an gefälschte Absender) der Grund warum Strato auf die „schwarze Liste“ geraten. Die 500 Briefe hatten alle den Stempel „Empfänger unbekannt“ und als angeblichen Absender unsere Firma.

    SPAM Filtern ist nicht so einfach wie sich der Laie das vorstellt. Man selbst mag für sich sehr leicht erkennen können was man will und was nicht, aber GMX muss das pauschal für Millionen Kunden klären, und das dann auch noch irgendwie automatisieren.

    @charlie: Bei vergleichenden SPAM Filtern macht es tatsächlich Sinn eine Mail, einen Moment liegen zu lassen um zu schauen ob noch 5000 Kopien davon auftauchen.
    Bei der Maßnahme von GMX geht es aber darum, weiteren SPAM zu verhindern. Briefträger die unangenehm aufgefallen sind, bekommen für eine gewisse Zeit Hausverbot.

    Achja, wie soll GMX feststellen das ein Absender gefälscht ist, ohne gleich noch die 80% der Mailserver auszuschließen, die DKIM oder SPF nicht unterstützen?

  14. Melly sagt:

    Interessant sollte noch etwas anderes sein.
    Strato wurde unter anderem gegründet von einem Herrn Alexander Marc Ullrich. Wer sich damit je beschäftigt hat, findet ihn heute wieder als Berater bei United Internet. Oder auch als Inhaber von Lumas.
    Somit, was soll das also?
    Strato ist zwar durch einen unvorstellbaren HickHack von seinem Gründer weg und doch wieder dazu und doch wieder weg, aber es ist „eine Familie“.
    GMX und Web.de doch auch. Die Luft war in dem Hause aber wohl schon immer etwas dünne!

    GMX treibt es da auf die falsche Spitze. Wie Strato. Erst waren sie bei allem auf Sicherheit bedacht, so dass nicht einmal WordPress laufen konnte. Dann hat man alles wieder ganz in die Hand der Kunden gelegt. Aber die laden brav alles auf die Server, nur ohne darauf zu achten, was da so alles online geht.

    Ich sollte meine GMX Adresse langsam löschen. Solche Zickenkriege nerven.
    Es ist gar kein neues Wunder. Schon Anfang letzten Jahres gab es seltsame Email kam an, aber Fehlermeldung auch.

  15. /me sagt:

    Siehe auch die hervorragende Antwort von isotopp bei lawblog.de: http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/04/08/gmx-bremst-strato-mails-aus/#comment-384634

  16. Sandokan sagt:

    Jaja, das Problem liegt natürlich immer an der Gegenseite… und wenn man keine Ahnung von SMTP hat, läßt man sich auch gerne zu Verschwörungsgeschichten hinreissen.

    Wie man schon in (einigen wenigen qualifizierten) Kommentaren im lawblog lesen kann: Hier schlagen automatische Mechanismen zu, wenn zuviele Nachrichten mit ungültigen Empfängern eingeliefert werden.

    Das steht auch so auf http://portal.gmx.net/serverrules, das in der SMTP-Meldung steht: „Werden Zustellversuche an zahlreiche unbekannte (oder mittlerweile deaktivierte) GMX Adressaten unternommen, erfolgt eine zeitweise Sperrung.“

    GMX schützt hier einfach seine Kunden. Umgekehrt hat GMX aber sicher kein Interesse dran, Email unnötig zu blockieren – Email ist immerhin deren Hauptgeschäft.

    Sicher könnte GMX an den Beschränkungen auch schrauben. Dazu muß man aber auch mit denen sprechen und evt. entsprechende Gegenleistungen erbringen (nicht finanziell, sondern prozedurell, z.B. eine funktionierende Abuse-Abteilung).

    (Disclaimer: Vollkommen private Meinung eines Angestellten eines Schwesterkonzerns von GMX)

  17. Es ist kein Graylisting, was GMX da macht. Greylisting lehnt die Annahme einer Mail bei jedem unbekannten Absender zunächst mit einem temporären Fehler ab. Viele Spamsysteme unterscheiden nicht zwischen temporären und endgültigen Fehlermeldungen und unternehmen keinen zweiten Versuch zuzustellen. Beim Zweiten Versuch wird aber die Mail angenommen und der Absender als legitim gelistet, so daß seine nächsten Mails gleich beim ersten Mal angenommen werden.

    GMX tut hier offensichtlich etwas anderes: Versucht ein System immer wieder, Mails an ungültige Empfänger einzuliefern, nehmen sie von diesem System für einen Tag lang keine Mails mehr entgegen. GMX verzögert also nicht etwa die Zustellung sondern die Annahme.

    Würde das „neue Sicherheitssystem“ nicht richtig funktionieren, wie Strato behauptet, wären auch andere Provider betroffen. Daß GMX hier gezielt Strato boykottiert ist unrealistisch. Wahrscheinlicher ist, daß Strato sein Mailsystem allzu bereitwillig von Spammern mißbrauchen läßt und dieses Problem durch das oben beschriebene Verfahren offen zutage tritt. Weil sie das so schnell gar nicht beheben können, versuchen sie nun vermutlich, GMX dazu zu bewegen, die Systeme von Strato auf eine Whitelist zu setzen.

  18. Wortman sagt:

    GMX habe ich schon vor Ewigkeiten verlassen, da deren Spamfilter wohl nie funktionieren/funktionierten…

  19. Pingback: Top Posts « WordPress.com

  20. Pascal Rosenberg sagt:

    Ich freu mich schon auf die Unterlassungsklage von GMX gegen Herrn Schwartmann, wenn ein Kunde denen schreibt: „Hiermit kündige ich meinen Account bei Ihnen weil mein Rechtsanwalt Herr Schwartman gesagt hat, dass sie unberechtigt Strato-Mails blocken. Steht auch in seinem Weblog unter bla bla.“

    Und ich denke, dann wird die GMX-Rechtsabteilung Herrn Schwartman sicher gerne erklären, was Greylisting, Filtertechniken und andere Dinge sind, um das eigene Netzwerk und Kunden vor Spam zu schützen. Empfehlen Sie ihren Kunden, den Standard-Spamschutz von GMX zu deaktivieren. Kann man für jedes Postfach. Dann klappts auch wieder mit Strato. Oder sagen Sie dem Verursacher Strato, er möge doch mal seine Mail- und Abuse-Policies ändern.

    Denn hier davon zu reden, dass man einen Konkurrenten blockt, weil die Luft ja so dünn ist, halte ich zumindest für rechtlich bedenklich.

    • schwartmann2 sagt:

      Bitte meinen Beitrag genau lesen!

  21. Manni sagt:

    Interessanterweise hat aber seit ca. zwei Wochen das Spamaufkommen massiv nachgelassen… Mich würde es nicht wundern, wenn bei Strato mal wieder ein paar PHP/ASP Applikationen geknackt wurden, die irgendwelche Kunden am laufen haben und die schön als Spamschleuder misshandelt werden – was aber meist dann eher daran liegt, dass Strato regelmäßig extrem lange brauch, um PHP Sicherheitslücken zu stopfen… Also zweierlei Möglichkeiten. Läuft natürlich alles über den Mailserver von Strato und GMX filtert schon recht schnell. Und wenn da auf einmal ein paar Mailserver von Strato drauf stehen… Dann seht ihr einen Kleinkrieg…

  22. Pascal Rosenberg sagt:

    Habe ich getan, Herr Schwartmann. Sie bezeichnen GMX als unseriös, haben deshalb Ihren privaten GMX-Account gekündigt und werden Ihren Mandanten das gleiche empfehlen.

    — Zitat —
    Ich habe nun meinen eigenen (privat genutzten) GMX-Account gekündigt. Auf unseriöses Geschäftsgebahren lege ich nämlich keinen Wert.

    Und meinen Mandanten werde ich einen Providerwechsel ans Herz legen.
    — Zitat Ende —

    Erklären Sie mir jetzt noch bitte, was unseriös daran ist, dass ein Provider Mails blockt, wenn aus einem Netz von Rechnern eines anderen Providers andauernd Anfragen an nicht existente eMail-Adressen kommen? Sowas nennt man Adress Harvester und das ist bei Spammern ein beliebtes Mittel, um an existente Mails zu kommen. Daher blockt GMX den Server halt für 24 Stunden. Der Fehler liegt hier aber nicht bei GMX sondern bei Strato als Verursacher. Das, was Sie hier anprangern, wäre gerade so, als wenn ich mein Auto in einer Einbahnstraße in der korrekten Fahrtrichtung parke (sofern parken erlaubt), Sie aus der entgegengesetzen Richtung dort einfahren, meinen Wagen rammen und mir dann sagen: Sind Sie selbst schuld, Herr Rosenberg. Was stellen Sie Ihre Karre auch dahin?

    Der Fehler liegt bei dem Anbieter Ihres geschäftlichen eMail-Accounts, nicht bei GMX und mir schwillt jedes mal der Kamm, wenn jemand, der keine Ahnung von der Materie hat, Vorurteile in die Welt bläst.

    Aber ich bin ja nicht der Vorstand oder die Rechtsabteilung von United Internet. Empfehlen Sie Ihren Mandanten ruhig den Providerwechsel. Und wenn Sie ganz mutig sind, dann sagen Sie denen doch, die sollen als Grund das oben von mir zitierte reinschreiben und auf Ihr Blog verweisen. Ich freue mich, wenn GMX Ihnen dann mal anschaulich darstellt, was unseriöses Geschäftsgebahren ist. Eigentlich sollten gerade Sie als Anwalt wissen, dass das Verurteilen eines Unternehmens ohne Kenntnis des Sachverhaltes Geschäftsschädigung ist. Da gabs doch auch was im StGB für, oder?

  23. kunde sagt:

    Es sind auch andere Provider betroffen, nicht nur Strato.
    Diese haben allerdings nach dem Update der Software und Einstellungen bei GMX einiges getan um diese Zustellversuche an nicht existierende Empfänger bei GMX einzudämmen.

    Andere Provider, vorallem Unis setzten solche temporären Blocks bei zu vielen E-Mails an unbekannte Empfänger schon seit einiger Zeit erfolgreich ein.

    Gmx blockt eine IP erst für wenige Minuten/1 Stunde… und je häufiger der Server weiterhin „spamt“, desto länger wird die Zeit der Sperrung.

    Ein Spamschutz ist dies nicht, da Spammails nach dem Block von einem normalen Mailserver einfach wieder gesendet und zugestellt werden. Es geht hier um den Schutz vor der Verifizierung von gültigen GMX-Adressen um automatisierte Programme/Server auszubremsen.

    ** Mitarbeiter eines Providers **

  24. chris sagt:

    Der E-Mail Dienst von Lycos wurde ja auch schon eingestellt. Mal sehn was sich in Zukunft noch alles ändern wird. .. bei Gmx habe ich keine solcher o.g. Mitteilungen erhalten

  25. Manfred sagt:

    Betroffen von diesem Problem sind auch ganz normale GMX-Kunden, zum Beispiel ich selber. Ich kann praktisch keine Mails mehr über mein GMX-Konto verschicken, da ich unweigerlich die Nachricht bekomme, meine Mails haetten zu viele bad recipients und ob ich wohl ein address harvester wäre. Obwohl diese Mails an jeweils nur einen Empfänger gehen, dessen Adresse existiert, und insgesamt nur wenige Mails am Tag sind. Ich bekomme Wartezeiten von 1 bis 24 Stunden aufgebrummt, was mir zu dumm geworden ist, und deshalb sende ich meine Mails inzwischen über einen anderen Server, was dann aber – mit wesentlich mehr Berechtigung – manchmal wegen der differierenden return-address (an meine GMX-Adresse) Schwierigkeiten macht.
    Aus dem Verdacht heraus, dass vielleicht ein Spammer mein Konto „mitnutzt“ und so die Blockade auslöst, habe ich neulich mal wieder das Passwort geändert – aber alles blieb beim Alten. GMX will meine Mails nicht versenden.

    Es bleibt einem wohl nur noch Umsteigen auf einen anderen Mail-Provider. Leider, denn ansonsten war ich mit GMX sehr zufrieden.

  26. Dirk sagt:

    Wie schon in anderen Foren beschrieben wurde, gibt es die Fehlermeldung und Sperre w.g. Email Harvester auch beim Versandt von Mails via Mailaccount.

    In meinem Fall erstaunlicherweise nur, wenn ich Mails ueber meine OperaMail-Account versenden will. Wenn ich mich ueber den Browser bei dmx.de anmelde gibt es keine Fehlermeldung.

    Im Uebrigen finde ich in meinen Archiven keine Mails die darauf hinweisen wuerden, dass mein GMX-Account von Anderen geknackt und misssbraucht wurde. Was soll also das Ganze?

    Wenn ich meine Mails mittels OperaMail-Account bearbeite, sehe ich die ganze schoene Werbung auf http://www.gmx.de nicht. Aber die Freemail lohnt sich fuer GMX nur, wenn sie die Werbeplaetze verkaufen koennen. Wenn ich nun aber nie gucke …

    Es gibt, m. E. drei moegliche Erklaerungen:

    Es liegt ein System-/Programmfehler vor. Dann sollten Kunden informiert und dieser Fehler schnell behoben werden.

    Mein GMX-Account wird missbraucht. Dann sollte GMX den Schutz verbessern und als Service den Kunden informieren und helfen, ein neues sicheres Account zu bekommen.

    GMX braucht mehr Klicks auf die homepage, um die Werbeeinnahmen zu sichern. Da sollte dann die Kontrolbehoerde einschreiten.

    Auf alle Faelle sollte GMX das Ganze mal gruendlich untersuchen und endlich mal dazu Stellung nehmen. Meine entsprechende Anfrage an GMX ist einfach im Nichts verpufft.

  27. Roman.Polanski sagt:

    Ich bin kein übermässiger PC- resp. Internetprofi, bin mir aber über das Folgende sicher:

    Ich habe meinen 6 Jahre alten, kostenpflichtigen, Gmx-Account vorigen Monat gekündigt: Abzocke, div. Fehler, tel. Kundendienst eher eine peinliche, sächselnde Lachnummer, etc. pp..

    Bei Google gibts das gratis, mit einer oder zwei milden Werbeeinblendungen… . Und wer der Datenkrake -mE zu recht- misstraut, schaltet halt parallel noch AOL oder wen weiss ich… .

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