Ungeliebte Wahrheiten

Der Kollege Hoenig hat sich die Mühe gemacht, die Aussagen des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin (SPD) im Gesamtzusammenhang zu zitieren.

Betrachtet man diese, bleibt von dem häufig gehörten Vorwurf, Sarrazin differenziere nicht, nur noch heiße Luft übrig. Er differenziert sehr wohl und sehr zutreffend.

Anstatt den Boten hinzurichten, sollte sich die vermeintlich politisch korrekte öffentliche Meinung also besser einmal mit den von Sarrazin geäußerten Wahrheiten auseinandersetzen.

Und die SPD sollte einmal überlegen, ob sie es sich leisten kann, nach Clement den nächsten klugen Kopf in ihren Reihen ins Abseits zu stellen.

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4 Responses to Ungeliebte Wahrheiten

  1. Roman.Polanski sagt:

    … ich kenne Herrn Sarrazin persönlich nicht und seine Partei, resp. die Reste derselben, erzeugt in mir ggw. nur Mitleid – immerhin hat sie Politiker wie Brandt und Schmidt hervorgebracht, von den Verdiensten und Opfern vor unserer (erlebten) Zeit ganz zu schweigen.

    Aber: Der politisch unkorrekte Mensch hat in der Substanz mE 100%tig recht, über die eine oder andere Formulierung kann man gewiss streiten, aber noch gilt in DE auch für politisch Unkorrektes Meinungsfreiheit… .

    Etwas Unverhofftes Anderes las ich vorhin: Duce Berlo hat Ärger mit der Justiz – hätte ich kaum geglaubt, dass es in Italy noch Richter resp. Staatanwälte gibt, die weder erschossen noch eingekauft sind… .

    Wenn Duce Berlo endlich von der politischen Bühen verschwunden ist, kann er ja als Trainer beim AC Milano anfangen, ggw. Tabellenzwölfter in der korruptesten Liga der Welt – hahaha.

  2. Roman.Polanski sagt:

    … mittlerweile habe ich mir mal die Zeit genommen, den zitierten Aufsatz auf der Seite des Kollgen H. in Ruhe zu lesn und komme zu folgendem Ergebnis:

    Auch mit immernoch linksliberalem Herzen habe ich nicht einen, nicht einen wirklich beanstandungswürdigen Satz bei Herrn S. finden können, nur kopfschüttelln kann ich über Strafanträge und ähnliche Peinlichkeiten von „GenossInnen“ und anderen latent Irren.

    Ich möchte nochmal einen grossen deutschen (resp.jüdischen) Dichter zitieren:

    DENK ICH AN DEUTSCHLAND IN DER NACHT
    BIN ICH UM DEN SCHLAF GEBRACHT:

  3. Roman.Polanski sagt:

    Passt zwar nur bedingt hierher, hab aber keinen besseren thematischen Aufhänger gefunden:

    Hätt mir heute morgen jemand gesagt, dass ein gebürtiger Chinese (genauer chinesischer Vietnamese) deutscher Gesundheitsminister wird, hätt ich gemeint, eh Du hast ne Kölsch-Vergiftung.

    Na, hoffendlich privat versichert… .

  4. Ich komme entgegen meiner Vorredner zu dem Schluss, dass Herr Sarrazin von dem behandelten Thema keine Ahnung hat. Stilistisch schlecht geschrieben, könnte es sich bei der Klischeehaftigkeit auch um einen „Bild“-artikel handeln. Nicht ein Satz ist widerspruchslos hinzunehmen – und ich bestreite nicht, dass es große Integrationsprobleme gibt. Wenn allerdings die USA als Beispiel für Integration herangezogen wird, so sollten intelligente Leser doch zu der Frage kommen: Warum werden dann spanisch und chinesisch immer wichtiger? Und ein weiterer Hinweis: In Toronto kann die Steuererklärung in 28 Sprachen eingereicht werden – und es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass die Integration in Kanada deutlich besser gelungen ist als in Deutschland.

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