Schlagfertigkeit

Schön ist es nicht, wenn der Mandant von einem Rüpel im Straßenverkehr mehrfach ins Gesicht geschlagen wird, einen Nasenbeinbruch, eine Absplitterung an Zähnen sowie Prellungen am Kopf und am Kinn erleidet.

Schön ist es auch nicht, wenn der Angreifer dann zwar strafrechtlich verurteilt wird, der Mandant aber auf den Kosten für Rettungswagen und Ärzte sitzen bleiben soll.

Um so schöner ist es dann aber, wenn das Gericht dann ein Schmerzensgeld für angemessen erachtet, dass 100% über dem im Klageantrag geltend gemachten Mindestbetrag liegt.

Schlagfertigkeit kann ganz schön teuer werden.

3 Responses to Schlagfertigkeit

  1. Marcus Meyer sagt:

    Und noch schoener ist es dann, wenn der Beklagte auch zahlen kann, was leider zu 99% nicht der Fall ist. Wenn dann der Anwalt noch eine Idee hat, wie man einem nackten gewalttaetigem Schlaeger in die Tasche greifen kann – selbst wenn Schadensersatz aus Straftaten nicht verjaehrt – dann ist das noch toller. Aber ich schaetze, dazu schreiben Sie dann keinen Beitrag, oder?

  2. BV sagt:

    @ Marcus Meyer:

    Schadensersatzforderungen aus Straftaten verjähren nicht? Das ist ja toll! Woraus ergibt sich das?

  3. GH sagt:

    @ Marcus Meyer

    Nach ihren Ausführungen klingt es so als ob man (mangels Masse) das Schmerzensgeld nicht einklagen sollte. Nur weil der Schädiger (vielleicht) heute kein Geld hat, kann sich dieser Zustand in der Zukunft (immerhin die nä. 30 Jahre) durchaus ändern. Das allein sollte doch Grund genug sein.

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