Nicht angenommen

Die Bundesliga ist ein Superprodukt, da müssen wir nicht ängstlich sein, sondern selbstbewusst. Ich verstehe nicht, warum Sky nicht so angenommen wird.

So sprach’s Christian Nerlinger, Manager des FC Bayern München, angesichts der tiefroten Zahlen, die der Pay-TV-Sender Sky weiterhin schreibt.

Nun, Herr Nerlinger, wie wäre es damit:

  • Auch wer sich nur für Fußball interessiert, muss ein überflüssiges Programmpaket namens „Sky Welt“ mitbuchen.
  • Es gibt kein „Fußball-Paket“, sondern Bundesliga und internationaler Fußball (CL!) werden separat angeboten.
  • Wer Bundesliga + internationen Fußball sehen möchte, muss dafür im Monat 44,90 EUR berappen. Wer das Ganze in HD sehen will, muss noch einmal einen 10er drauflegen.
  • Die Bundesligaspieltage sind dank Sky dermaßen zerstückelt und salami-mäßig aufgeteilt worden, dass es am Wochenende nur noch wenige fußballfreie Stunden gibt – für Leute, die auch noch andere Hobbies pflegen (z.B. ihre Familie) ist das schlichtweg unzumutbar.

Die Idee, mittels einer Preiserhöhung und dem Zwang zur Abnahme eines nicht gewünschten Programmpaketes (Sky-Welt) neue Abonnenten zu werben, zeugte von großer Dummheit wirtschaftlichem Unverstand. Wer seine Preise nur auf eine kleine, zahlungskräftige Zielgruppe ausrichtet, muss sich nicht wundern, wenn die große Masse das Angebot links liegen lässt.

 

 

3 Responses to Nicht angenommen

  1. RA Munzinger sagt:

    Die Qualität des deutschen und internationalen Fußballs wird gnadenlos überschätzt.
    Für Real-Barca, Bayern-Bremen, Milan-Chelsea… wäre ich möglicherweise bereit zu bezahlen.
    Für Wolfburg-Kraiova, Bochum-Hannover, Genua-Man City langt mir eine kostenlose Zusammenfassung.

    Und wenn Stuttgart-HSV 0:0 ausgeht, während Köln-Hoffenheim 0:5 endet*, dann habe ich eben Pech
    gehabt.

    * den kleinen Seitenhieb konnte ich mir nicht verkneifen :=)

  2. Sven sagt:

    Die mangelnde Akzeptanz des Pay-TV liegt an der Marktverzerrung durch die Öffentlich Rechtlichen Medien. Sie zahlen zu große Summen und übersättigen den Markt. Damit entziehen sie nicht nur den Privaten den Nährboden für Sportversehn ähnlich wie sie es auf dem Sektor Kinder-TV bereits getan haben und ähnliche Sender aus dem Markt gedrängt haben. In einem weiteren Schritt zerstören sie mit dieser Vorgehensweise auch die Sportkultur in Deutschland zugunsten einer Mono-Kultur Fußball + Formel 1, denn der Geldfluß und zusätzlich die werbewirksame Sendezeit geht aussschließlich an den Fußball, der sich so immer weiter promoten kann, bis schließlich alle anderen Sportarten in die Knie gezwungen wurden.

  3. Freuen wir uns lieber alle mit Lukas P. – er hats bald hinter sich. Und darf das nächste Spiel feixend auf der Tribüne verbringen. Doppeltreffer des nicht gar so intellektuell wirkenden Kickers.

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