Ins Blaue hinein

„Die Rechteinhaberschaft unserer Mandantschaft ergibt sich aus der gesetzlichen Vermutung der Urheberschaft gem. § 10 UrhG und gilt bis zum Beweis des Gegenteils als bewiesen d.h. zur Widerlegung müsste das Gegenteil tatsächlich bewiesen werden. Den Beweis des Gegenteils haben Sie jedoch nicht erbracht. Das diesbezügliche unsubstantiierte Bestreiten ins Blaue hinein ist völlig ungeeignet, die gesetzliche Vermutung zu widerlegen.“

So schreibt mir WeSaveYourCopyrights. Und beweist damit, dass man sich mit meinem Schreiben überhaupt nicht auseinandergesetzt hat. Denn die Rechteinhaberschaft der Firma Zooland Music GmbH an dem angeblich von meinem Mandanten unerlaubt verbreiteten Musikstück habe ich überhaupt nicht bestritten und erst recht nicht unsubstantiiert und ins Blaue hinein. Stattdessen habe ich darauf hingewiesen, dass es nach der Rechtsprechung von Landgericht und Oberlandesgericht Köln keine Sippenhaftung gibt und mein Mandant nicht für Rechtsverletzungen haften muss, die ein anderes Familienmitglied begangen hat. Das hat man in Frankfurt offenbar überlesen – anders lässt sich die Textbaustein-Antwort nicht erklären.

Auch Textbausteine sollten nicht ins Blaue hinein verwendet werden, liebe Kollegen.

2 Responses to Ins Blaue hinein

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