Des Schusters Leisten

„Die Beklagte hat zu keinem Zeitpunkt irgendwelches Kartenmaterial der Klägerin heruntergeladen.“

Solcher Unsinn findet sich in einer Klageerwiderung in einem urheberrechtlichen Rechtsstreit. Streitgegenständlich ist natürlich kein Herunterladen, sondern die unerlaubte öffentliche Zugänglichmachung geschützter Werke gem. § 19a UrhG. Wer also wie, wann, was heruntergeladen ist, ist dafür völlig irrelevant.

So etwas passiert, wenn man die Vertretung in einem Urheberrechtsstreit einer ausschließlich auf Immobilienrecht ausgerichteten Anwaltskanzlei überträgt. Ob der Beklagte seine Zahnschmerzen auch vom Orthopäden behandeln lässt?

One Response to Des Schusters Leisten

  1. ThorstenV sagt:

    Das kann man schon so sehen, der richtige Adressat für die Kritik ist aber dann nicht der Rechtsbeistand Suchende (Wonach soll sich der richten? Dem buntesten Internetauftritt?) sondern die RAK bzw. der eigene Berufsstand. Es kann nun einmal fast jeder RA vor fast jedem Gericht vertreten und das scheint auch so gewollt. Außerdem sehe ich zwischen der langwierigen und streng regulierten Facharztausbildung und dem Fachanwalt per WE-Seminare und was es da so alles gibt auch schon noch einen gewissen Unterschied.

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