Flexstrom unterliegt durch Anerkenntnis

Mein Mandant schloss am 24.11.2010 einen Stromliefervertrag mit der Firma Flexstrom ab. Bestandteil des Vertrages war ein Bonus von 200 EUR. In der Vertragsbestätigung, die er von Flexstrom erhielt, wurde dieser Bonus ausdrücklich bestätigt: „Der Bonus wird Ihnen vereinbarungsgemäß nach 12 Monaten erstattet.“

Die Stromlieferung an meinen Mandanten begann am 01.02.2011 und endete zum 31.01.2012.

Der Bonus wurde meinem Mandanten verweigert. Die Voraussetzungen dafür seien nicht erfüllt.

Mein Mandant zog mit mir vor das zuständige Amtsgericht Mitte. Flexstrom argumentierte: „Ein Bonus wird regelmäßig erst durch besondere Umstände verdient, wie insbesondere durch einen hohen Umsatz oder durch besondere Vertragstreue. Beides kann der Kläger nicht vorweisen.“ Das stimmt, aber im Vertrag wurde der Bonus eben gerade nicht an solche besondere Umstände geknüpft.

Deshalb hat Flexstrom die Klage wohl dann auch anerkannt. Warum nicht gleich so?

Eine Google-Recherche zeigt, dass mein Mandant nicht der einzige Kunde ist, der um seinen Bonus kämpfen musste. Offenbar rechnet sich dieses Vorgehen für Flexstrom trotz alledem.

One Response to Flexstrom unterliegt durch Anerkenntnis

  1. Orlando sagt:

    Ist die Flexstrom-Werbung mit diesem Bonus nicht strafbar, wenn er ausnahmslos vertragswidrig verweigert wird, wenn die Vertragsdauer nur ein Jahr beträgt? (§ 16 UWG)

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